Das wollten Sie schon immer wissen!?


Was ist der Unterschied zwischen Secco und Prosecco?

Hinter dem Begriff Secco, der von seinem italienischen Verwandten, dem Prosecco abgeleitet ist, verbirgt sich ein deutscher Wein der mit Kohlensäure „verperlt“ wurde. Das verschafft ihm das gewisse Prickeln. Die gesetzliche Bezeichnung lautet entsprechend Perlwein. Im Gegensatz zum Sekt haben Seccos also keine zweite Gärung durchlaufen. Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und die Ventilatoren im Dauerlauf surren, ist Secco der Liebling der Saison. Die frischen, prickelnden Perlweine aus Deutschland begleiten beschwingt die sonnigsten Zeiten des Jahres. Ein Secco verspricht entspanntes, verspieltes Genießen auf die leichte Art. Seccos passen zum beschwingten Lebensgefühl der unkomplizierten Genießergeneration, das sich einstellt, wenn ein heißer Tag einen lauen Abend auf der Terrasse verspricht.
Prosecco hingegen ist eine Herkunfsbezeichnung, die dem definierten Prosecco-Gebiet in Italien vorbehalten ist.

Rosé? Weißherbst? Blanc de noir? Rotling?

4 Begriffe, alle 4 schauen "ähnlich" aus - und doch verbirgt sich hinter jedem Begriff etwas anderes!

Rosé ist ein Wein mit hell- oder blassrötlicher Farbe, hergestellt aus Rotweintrauben. Diese Trauben werden bei der Verarbeitung zum Wein eher wie Weißweintrauben behandelt. Die Farbstoffe die bei den meisten Rotweinsorten in der Beerenschale sitzen werden dabei nicht so sehr heraus gelöst wie beim eigentlich Prozess der Rotweinherstellung.

Weißherbst
hingegen ist dem Rosé in der Herstellung sehr ähnlich, es sind jedoch einige gesetzliche Zusatzfaktoren zu beachten! Ein Weißherbst darf nur aus einer Rebsorte hergestellt werden, ein Verschnitt mehrerer Sorten ist im Vergleich zum Rosé verboten. Die Rebsorte muss beim Weißherbst auf dem Etikett angegeben sein!

Der Blanc de noirs
ist so gesehen der einzige der genannten vier, bei dem man versucht aus roten Trauben einen weißen Wein herzustellen. So ist zum Beispiel bei Champagner sehr oft ein Blanc de noirs von Pinot Noir (Blauer Spätburgunder) oder Pinot Meunier (Schwarzriesling) enthalten. Die Machart des Blanc de noirs ist also die gleiche wie bei Rosé und Weißherbst auch, doch das Ziel ist weißer Wein. Der Most wird so schnell wie möglich von den Schalen getrennt, da diese die roten Farbstoffe enthalten.

Schieler? Rotling?
Laut Weingesetz gehört der Schieler zur Weinart Rotling. Ein Rotling wird aus roten und weißen Trauben hergestellt die man gemeinsam abpresst, im Gegensatz zum Rosé der ausschließlich aus roten Trauben hergestellt wird. Die Herkunft des Namens „Schieler“ vermutet man in der sächsischen Sprache.
Die Schüler der Fürstenschule St. Afra in Meissen, heutiges sächsisches Landesgymnasium für mehrfach Hochbegabte, sollten diesen Wein bevorzugt getrunken haben, und wenn man auf sächsisch über die nicht selten betrunkenen Schüler flucht, wird aus dem Schüler schnell der Schieler! Unter ihnen übrigens auch Gotthold Ephraim Lessing der die Schule von 1741 bis 1746 besuchte. Zur damaligen Zeit herrschte im Weinberg noch der gemischte Satz, so dass bei der Ernte alle Rebsorten zusammen geerntet und gemeinsam abgepresst wurden. Es entstand ein roséfarbener Wein, ein Rotling. Der Name Schieler ist den Sachsen vorbehalten.

Enthält Sulfite?

Da Schwefel als allergener Stoff angesehen wird, sind wir Winzer seit November 2005 dazu verpflichtet, ab einem Gehalt von 10 mg/l Schwefel im Wein darauf hinzuweisen. Dieser Wert wird bei einer sehr hohen Prozentzahl der auf dem Markt befindlichen Weine überschritten. Dabei ist Schwefel ein aus der Natur stammender Stoff. Neben Wasser, Kalzium und Salz ist Schwefel der am häufigsten vorkommende Stoff im menschlichen Körper.
Bereits wenn die Trauben aus dem Weinberg kommen weisen sie einen Gehalt an Schwefel auf. Um den Wein gegen Oxidation zu schützen wird der Stoff Schwefeldioxid als Konservierungsmittel eingesetzt.

Abfüller? Erzeugerabfüllung? Gutsabfüllung?

Vielleicht haben auch Sie sich schon mal die Frage gestellt, warum auf dem Etikett immer Angaben wie Gutsabfüllung oder Abfüller enthalten sind.
Diese drei Begriffe unterscheiden sich wie folgt:
Ein Abfüller ist ein Betrieb, der Weine z.B. aus Trauben herstellt, die er nicht selber produziert hat. Diese Trauben können von Vertragswinzern stammen, die ihre Trauben im Weingut abliefern und zu Wein verarbeiten lassen. Im Vergleich dazu produziert der Winzer bei einer Erzeugerabfüllung zusätzlich zum Wein auch seine Trauben selbst.
Die Gutsabfüllung ist eine erweiterte Art der Erzeugerabfüllung. Hierbei kommt hinzu, dass die für die Bereitung des Weines zuständige Person eine önoligische Ausbildung abgeschlossen haben muss. Die Weinberge in denen die Trauben produziert werden müssen seit mindestens 1. Januar des Erntejahres im Besitz des Weingutes sein.

Kabinett? Spätlese? Trockenbeerenauslese? - Die Qualitätsstufen

Wir ernten hauptsächlich Kabinett, Spätlese und Auslese. Da wir auf die Angabe der Qualitätsstufe nicht sehr viel Wert legen, wird der Großteil unserer Weine von uns zu Qualitätswein herabgestuft.
Trotzdem hier eine kurze Erklärung:

Sie alle gehören in den Bereich der Prädikatsweine und sind somit dem Qualitätswein eine Stufe höher. Bei diesen Bezeichnungen geht es allein um die das Mostgewicht des Mostes. Doch nur das Mostgewicht alleine ist so gesehen keine präzise Aussage der Qualität. Der Most ein spezifisches Gewicht, das schwerer ist als Wasser, auch in der Einheit °Oe angegeben. Das heißt, wenn der Most 98 °Oe hat, wiegt ein Liter Most 1,098 kg, ist also 98 g schwerer als ein Liter Wasser. Die setzt sich aus den Mostinhaltsstoffen zusammen, hautpsächlich Wasser, Zucker und Säuren.
Die Qualitätsstufen unterteilen sich wie folgt (je nach Höhe des Mostgewichtes):
Kabinett. Spätlese. Auslese. Beerenauslese. Trockenbeerenauslese

Zum Wohl!