
So lautet die Devise in diesem Sommer, denn endlich ist nach langem Warten der Neue da.
Ein knackig frischer Secco mit feinem Mousseaux der keck auf der Zunge tanzt. Sein zartes, filigranes Lachsrot läßt die Aromenvielfalt schon erahnen. Er kitzelt die Nase mit feinen Aromen von Süßkirschen und Erdbeeren im Einklang mit Aprikose. Auf der Zunge wiederholt sich dieses
Geschmackserlebnis gepaart mit einer zarten Himbeere. Genießen Sie diesen Secco als Aperitif zum Brunch oder auch zur Grillparty in lauen Sommernächten. Sie werden es lieben!
Was ist ein Schieler?
Laut Weingesetz gehört der Schieler zur Weinart Rotling. Ein Rotling wird aus roten und weißen Trauben hergestellt die man gemeinsam abpresst, im Gegensatz zum Rosé der ausschließlich aus roten Trauben hergestellt wird. Die Herkunft des Namens „Schieler“ vermutet man in der sächsischen Sprache. Die Schüler
der Fürstenschule St. Afra in Meissen, heutiges sächsisches Landesgymnasium für mehrfach Hochbegabte, sollten diesen Wein bevorzugt getrunken haben, und wenn man auf sächsisch über die nicht selten betrunkenen Schüler flucht, wird aus dem Schüler schnell der Schieler! Unter ihnen übrigens auch Gotthold Ephraim Lessing der die Schule von 1741 bis 1746 besuchte. Zur damaligen Zeit herrschte im Weinberg noch der gemischte Satz, so dass bei der Ernte alle Rebsorten zusammen geerntet und gemeinsam abgepresst wurden. Es entstand und ein roséfarbener Wein, ein Rotling. Der Name Schieler ist den Sachsen vorbehalten. Ein Schieler Secco ist ausschließlich aus ausgewählten, vollreifen sächsischen Trauben gekeltert.
Was ist der Unterschied zwischen Secco und Prosecco?
Hinter dem Begriff Secco, der von seinem italienischen Verwandten, dem Prosecco abgeleitet ist, verbirgt sich ein deutscher Wein der mit Kohlensäure „verperlt“ wurde. Das verschafft ihm das gewisse Prickeln. Die gesetzliche Bezeichnung lautet entsprechend Perlwein. Im Gegensatz zum Sekt haben Seccos also keine zweite Gärung durchlaufen. Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und die Ventilatoren im Dauerlauf surren, ist Secco der Liebling der Saison. Die frischen, prickelnden Perlweine aus Deutschland begleiten beschwingt die sonnigsten Zeiten des Jahres. Ein Secco verspricht entspanntes, verspieltes Genießen auf die leichte Art. Seccos passen zum beschwingten Lebensgefühl der unkomplizierten Genießergeneration, das sich einstellt, wenn ein heißer Tag einen lauen Abend auf der Terrasse verspricht.
Prosecco hingegen ist eine weiße Rebsorte die nur im Nordosten Italiens in der kleinen Region Venetiens wächst. Aus ihr keltert man hauptsächlich einen Perlwein, den Frizzante.
Zum Wohl!